Kreisanzeiger Fulda

100 Jahre alt wird die vhs des Landkreises

100 Jahre alt wird die vhs des Landkreises Fulda. Fast die Hälfte davon, unglaubliche 45 Jahre, haben Adolf und Agnes Trott nicht nur miterlebt, sondern aktiv gestaltet. Die beiden können eine Fülle von Geschichten dazu erzählen, vieles ist in Fotoalben festgehalten – und sogar auf einer DVD zu sehen: das mehrstündige Programm des Kulturabends 1997 zum 25. Jubiläum der Nüsttaler vhs-Zweigstelle, deren Leiter der heute 83-Jährige bis zum vergangenen Jahr gewesen ist.

Adolf und Agnes Trott

Eigentlich muss man sich im Zuhause der Trotts nur umschauen – und man wird jede Menge vhs entdecken. Kaum ein Raum, der nicht von kunstvollen Bildern und kreativen Werkstücken geschmückt ist. Allesamt Ergebnisse der vielen vhs-Kurse, die Agnes Trott im Lauf der Jahre besucht hat. „Töpfern, Blumenstecken, Aquarellmalerei, Ölmalerei, Scherenschnitt, Schnitzen, Bauernmalerei  und Kalligrafie“, zählt sie auf und ergänzt: „Aber natürlich auch Back- und Kochkurse, Englisch und Gymnastik. Manchmal war ich nur freitags abends daheim“, amüsiert sie sich. Kein Zweifel: Während Adolf Trott leidenschaftlich und stets offen für neue Lerninhalte die vhs-Idee in Nüsttal vorantrieb, war seine Frau Agnes sozusagen seine beste Kundin. 

„Damals war das eine wunderbare Sache“, sagt die heute 80-Jährige. „Es war ja meist so, dass die Frauen zu dieser Zeit nach dem ersten Kind zu Hause blieben. Die Kurse der vhs waren nicht nur eine tolle Gelegenheit, etwas Neues zu lernen – Steno und  Buchführung, – sie förderten ganz einfach die Geselligkeit. Wie oft sind wir danach noch zusammen essen gegangen. Das war wirklich sehr schön.“ 

„Mengen-  und Steuerlehre waren so die ersten Kursthemen“, erinnert sich Adolf Trott „Kurse, mit denen man sich auch beruflich weiterbilden konnte, waren sehr gefragt. Ende der 70er/Anfang der 80er kam mehr und mehr das Kreative dazu. Generell erlebte die vhs damals einen richtigen Boom. Manchmal hatten wir 80 Kurse pro Jahr.“ Lust auf vielfältige Bildung gepaart mit dem wachsenden Bedürfnis, etwas für sich zu tun, kreativ zu sein, ein Instrument zu lernen, eine Handwerkskunst  oder das Tanzen – in gewisser Weise spiegelt das vhs-Angebot wider, wie sich die Gesellschaft veränderte. Ablesbar ist das beispielsweise auch an dem großen Erfolg der vhs-Musikschule, die laut Adolf Trott zeitweise 100 Kinder und Jugendliche in Nüsttal unterrichtete. Auch das gab der Dorfentwicklung enorme Impulse. Aus den Kursen gründete sich beispielsweise der Musikkreis Nüsttal mit Bläser- und Instrumentalgruppen und die Musikkapelle. Motor dafür war gewiss der Zweigstellenleiter, ein begabter Orgelspieler, der auch andere Instrumente wie Violine, Klarinette und Klavier beherrscht.

Die vhs war auch Katalysator für Vereinsgründungen, etwa die Rock’n‘Roll-Gruppe, die Volkstanzgruppe Nässetaler  und die Akkordeongruppe, der Musikverein und der Tennisverein. 

„Är hott de Lüüt vom Fernseh forttgeresse, dosse jo dee Kurse nett verbasse“, heißt es im Mundart-Sketch aus der Jubiläumsfeier 1997 über Adolf Trott – ein großes Lob der Dorfgemeinschaft. Jetzt ist Adolf Trott im vhs-Ruhestand,  aber die Idee des lebenslangen Lernens ist noch immer auch seine. Dass die vhs längst auch Kurse gibt, die man online verfolgen kann, findet er toll – vor allem für die Älteren. Aber die zunehmende Digitalisierung des Alltags, die Auswirkungen auf Kommunikation und Zusammenleben, das sehen die Trotts mit gewisser Sorge. „Vielleicht brauchen wir einmal vhs-Kurse, die einem beibringen, dass die Menschen sich in der Digitalisierung nicht verlieren“, sagt Adolf Trott.

Seit 30 Jahren sind die Menschen aus  Ost und West wieder vereint. Im November 1989 fiel auch im Landkreis Fulda der Zaun: Das Ende der gewaltsamen und schmerzlichen Trennung von Freunden und Verwandten wurde damals euphorisch gefeiert,  wie die emotionalen Originalszenen zeigen. Und auch zum 30. Jubiläum wird gefeiert – bei einer gemeinsamen Kirmes vom 23. bis 25. August im US-Camp der Gedenkstätte Point Alpha, organisiert durch den Landkreis Fulda und den Wartburgkreis.

Der Kreis geht App: Der Landkreis Fulda macht seinen Bürgerinnen und Bürgern ein neues Angebot. Ab sofort ist es möglich, sich per Smartphone und Tablet schnell und einfach mit den Fachdiensten des Landratsamtes zu verknüpfen und wichtige Angelegenheiten unbürokratisch zu erledigen. „Schneller, direkter, effizienter – mit ein paar Fingertipps kann man Termine machen, wichtige Informationen abrufen oder Erinnerungsfunktionen aktivieren. Das ist zeitgemäßer und bürgerfreundlicher Service, den es in dieser Qualität noch nicht gibt“, sagt Landrat Bernd Woide.

„Mit der jetzt präsentierten Version der App beginnt ein neues Zeitalter der digitalen Behördengänge im Landkreis Fulda“, ergänzt Walter Lorz, Geschäftsführer des Fuldaer Unternehmens OBCC, das die App für den Landkreis als Leuchtturmprojekt entwickelt hat.

Tatsächlich ist mit der App jede Menge mobil möglich: Sie wollen Ihr Auto anmelden? Sie möchten einen Termin zur Sperrmüllabfuhr machen, einen Termin im Kreisjobcenter reservieren oder wollen gern daran erinnert werden, wann Ihre Mülltonne geleert wird? Das kann im Landkreis Fulda ab sofort auch per Handy und Tablet erledigt werden. Wie das funktioniert, sehen Sie im Video.

Ökomodell Region

TIPP: Susanne Conrad drehte in Fulda Sternenpark im ZDF

„Der Sendetermin ist leider verschoben worden“

Der Sternenpark Rhön ist erneut TV-Thema: Das ZDF drehte Anfang der Woche im Landratsamt Fulda einen Beitrag für das Mittagsmagazin. Die renommierte Redakteurin Susanne Conrad hat sich mit ihrem Team bei Sabine Frank, Sternenpark-Beauftragte beim Landkreis Fulda, über die Dimensionen des Themas Lichtverschmutzung schlaugemacht. Das TV-Team war auch nachts in der Rhön unterwegs und hat mit Erstem Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt gesprochen. Zuletzt war am 30. Juli in der ARD-Nachrichtensendung Tagesthemen über den Sternenpark berichtet worden.

Die Ökomodellregionen Landkreis Fulda und Rhön-Grabfeld suchen Rhöner Bauern, die Heumilch produzieren möchten. Vor allem in Süddeutschland haben Molkereien Heumilch als Premiumprodukt für sich entdeckt. In der Rhön gibt es diese bisher noch nicht. Der Landkreis Fulda berät dazu interessierte Landwirte.

Mittlerweile hat sich eine Gruppe von etwa einem Dutzend Landwirten aus den Landkreisen Fulda und Rhön-Grabfeld zusammengefunden, die sich intensiv mit dem Thema Bio-Heumilch beschäftigen – und mit etlichen Fragen: Welche Investitionen sind nötig? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Welche Vermarktungs- und Verarbeitungspartner finden sich? Dazu wollen die Landwirte gemeinsam mit den Projektmanagerinnen der beiden Ökomodellregionen, Corinna Ullrich und Simone Müller, Antworten finden.

Klar ist schon jetzt, dass die Rhöner Bio-Heumilch verspricht, ein besonderes Produkt zu werden. Dabei geht es unter anderem um den hohen Futter- und Gesundheitswert für die Milchkühe, um Leistungen für die Biodiversität – wenn nicht alle Wiesen vor der Blüte auf einmal für die Silobereitung geschnitten werden müssen – sowie um das gesunde Endprodukt Milch mit hochwertiger Fettsäurenzusammensetzung und einzigartigem Geschmack. Alle Bio-Milchviehhalter oder jene, die an einer Umstellung interessiert sind, und in einem der fünf Rhöner Landkreise wirtschaften, können sich mit den Projektmanagerinnen der Ökomodellregionen in Verbindung setzen.

Ansprechpartnerinnen sind Simone Müller Telefon (0661) 6006 -7049. E-Mail: simone.mueller@landkreis-fulda.de und Corinna Ullrich Telefon (09771) 94-691), E-Mail: corinna.ullrich@rhoen-grabfeld.de.Homepage Landkreis

Neue Förderrichtlinien im sozialen Wohnungsbau

Ab dem 1. Juli 2019 gelten neue Richtlinien für die soziale Wohnraumförderung in Hessen, die eine wesentliche Änderung gegenüber der bisherigen Förderung darstellen. Die beiden Programme „Erwerb von Gebrauchtimmobilien“ und „Neubau“ werden zusammengefasst und durch den Fördergegenstand „Gemeinschaftliches Wohnen“ ergänzt. Die Förderung wird der aktuellen Entwicklung der Immobilienpreise angepasst. Sie besteht nach Mitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen aus einem zinsverbilligten Darlehen, das auf 20 Jahre festgeschrieben ist. Die Zinsen betragen 0,8 Prozent, die Tilgung beläuft sich auf 3,0 Prozent. Sondertilgungen sind ohne Vorfälligkeit jeder Zeit in beliebiger Höhe möglich. Die Sicherung im Grundbuch erfolgt nachrangig. Die Darlehnshöhe ist bei einem Neubau abhängig vom Grundstückswert, einschließlich Erschließungskosten und Grunderwerbssteuer. Sie beträgt bei einem Wert von bis zu 200 Euro pro Quadratmeter maximal 90.000 Euro. Beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie beläuft sich das Darlehen auf maximal 125.000 Euro, bei einem Förderungsatz von 50 Prozent der Gesamtkosten. Mittel des KfW-Wohneigentumsprogramms können zusätzlich in Anspruch genommen werden. Zu beachten ist, dass im Neubaubereich Maßnahmen nur gefördert werden können, die vor Bewilligung noch nicht begonnen wurden. Beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie muss eine Bewilligung vor Abschluss des notariellen Vertrags erfolgen. Interessenten können sich für nähere Informationen an Bernd Möller, Telefon (0661)6006-7065, vom Fachdienst Bauen und Wohnen des Landkreises Fulda wenden.

Parktickets per SMS oder in der APP: Vier Parkplätze in der Rhön

Handy zücken und Parkschein ziehen

Neues zum Parken auf der Wasserkuppe, am Roten Moor und am Schwedenwall: Die Parktickets können jetzt auch ohne Bargeld gelöst werden. Mit paybyphone ist das mit dem Handy möglich – entweder per SMS oder in der paybyphone-App.

Handy zücken, SMS mit dem Inhalt „ZONENNUMMER.KFZ-KENNZEICHEN.PARKDAUER“ die Nummer 91303 schicken und schon ist das Parkticket gelöst. Möglich ist das auch über die paybyphone-App. Wer eine SMS sendet, dem wird der Ticketpreis über die Mobilfunkrechnung oder über das Prepaid-Guthaben abgerechnet. Über die App und mit einer Registrierung kann über PayPal, mit Kreditkarte oder per SEPA-Lastschrift bezahlt werden. Dazu kommt eine Servicegebühr in Höhe von 10 Prozent der Parkgebühr hinzu.

Komfortabel ist auch, dass der Nutzer kurz vor Ablauf der Parkzeit eine Erinnerungs-nachricht erhält. Möchte er länger parken, kann er das Ticket ganz einfach von unterwegs aus nachbuchen. Möglich ist das Bezahlen per SMS und App auf den Parkplätzen Abtsroda und Fuldaquelle auf der Wasserkuppe sowie auf dem Parkplatz Moordorf am Roten Moor und auf dem Parkplatz Schwedenwall. Auf allen vier Parkplätzen gibt es Tagestickets. Das Lösen eines Papier-Parktickets ist weiterhin möglich.

So funktioniert’s:

Mit einer SMS an die 91303 kann ein Parkticket per SMS gelöst werden. Der Inhalt der SMS beinhaltet die Parkzonennummer, das eigene Kennzeichen und die Parkdauer (für einen Tag zum Beispiel t1) – als Beispiel:  P5.FDXY123.t1.

Die Parkplätze haben folgende Zonennummern: Wasserkuppe – Abtsroda: P5, Wasserkuppe – Abtsroda (Wohnmobile): P5W, Wasserkuppe – Fuldaquelle: P2, Rotes Moor – Moordorf: P8, Gersfeld – Schwedenwall: P9.