Kreisanzeiger Fulda

Der Sozialpsychiatrische Dienst am Gesundheitsamt hilft in kritischen Phasen

Die Krise kommt plötzlich oder schleichend: Jeder Dritte hat in seinem Leben bereits einmal seelische Krisen durchgemacht oder ist damit noch belastet  – für ein paar Monate oder viele Jahre. Manchmal reicht eine Bagatelle im Alltag, um aus dem Gleichgewicht zu geraten. Zeitnahe Hilfe in einer als ausweglos empfundenen Situation bietet der Sozialpsychiatrische Dienst am Gesundheitsamt des Landkreises Fulda. Das multiprofessionelle Team hört zu, berät und unterstützt.

Jede Geschichte ist anders, jede Beratung ist anders und jeder Lösungsweg auch. Manchen Ratsuchenden ist bereits mit einem Gespräch geholfen, manche benötigen vier oder fünf Zusammenkünfte, um sich zu öffnen und bereit für die Hilfe zu sein. So individuell wie die Sorgen und Lebenslagen sind, so individuell ist auch die Unterstützung durch das zehnköpfige Team mit einer Ärztin, einer Psychologin, Sozialpädagoginnen, einer Fachkrankenschwester für Psychiatrie, einer Psychiatriekoordinatorin und medizinischen Fachangestellten. Ihre Expertise ist breit gefächert,  darüber hinaus sind sie vernetzt mit allen Beratungsstellen und medizinischen Angeboten aus dem psycho-sozialen Bereich.

„Wir sind eine erste Anlaufstelle für Menschen, die in irgendeiner Art und Weise eine psychische Belastung empfinden“, sagt Psychologin Sabrina Heinrich. „Das ist meist sehr vielschichtig“, sagt sie und konkretisiert: „Mancher erlebt eine akute Krise, ausgelöst durch einen familiären Streit. Ein anderer ist vielleicht schon viele Jahre depressiv und sieht sich nun durch zusätzliche finanzielle Probleme in einer Sackgasse.“  Doch ganz gleich, was der Auslöser für die Kontaktaufnahme gewesen ist, jeder kann hier von seiner individuellen Problematik erzählen.

„Es ist nicht selten, dass es aus den Ratsuchenden nur so heraussprudelt, zumal der Schritt für viele große Anspannung bedeutet“, sagt Sozialpädagogin Eva Güth. Aber auch bei jenen, die vielleicht verschlossener reagieren, kommen im Laufe der Gespräche zumeist die wesentlichen Fragen und Themen ans Licht: Eine anfänglich eher diffuse Beschreibung wie „Es fühlt sich alles so schwer an“ oder „Ich bin traurig und weiß gar nicht warum“ führt durch intensive Gespräche oft zu einem tieferliegenden Ursachenbündel. „Es ist wie es eben oft im Leben ist: Eins führt zum anderen, und irgendwann hat man das Gefühl, nichts geht mehr“, sagt die Sozialpädagogin.

Sie und ihre Kolleginnen stellen keine Diagnosen und sie therapieren nicht. Ihre Aufgabe ist es, den Ratsuchenden zunächst dabei zu helfen, ihr Leben ein wenig zu sortieren. „Was ist als erstes wichtig?“ lautet die primäre Frage. „Wenn jemand von Obdachlosigkeit bedroht ist oder die Ehe zerbricht und Kinder versorgt werden müssen, wenn eine Suchtproblematik den Arbeitsplatz und damit die Existenz gefährdet, dann muss man eine kluge Reihenfolge finden, in der die Hilfe am meisten Sinn macht“, sagt Sabrina Heinrich.

Und dann berät und leitet das Team die Klienten durch die  Hilfsangebote, die es im Landkreis Fulda gibt, und stellt wenn nötig auch die Kontakte her: Das kann ein Vorgespräch in einer Fachklinik sein, ein Gespräch mit einer Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle, der Erziehungsberatung, der Suchthilfe, mit jeglichen Institutionen, Beratungsstellen und Behörden, die hilfreich sein könnten. „Wir machen Angebote, die die Ratsuchenden nutzen können“, sagt Eva Güth und fährt fort: „Sie sind dann nicht mehr allein, sie haben jemanden an ihrer Seite. Das entlastet oft schon sehr und führt häufig zu einer guten Interaktion. Vieles erledigen die Ratsuchenden selbst – und das motiviert sie erneut.“

Doch nicht nur Betroffene suchen Rat, auch Angehörige werden vorstellig. „Erstaunlich viele kommen, weil sie uns im Internet gefunden haben“, sagt Psychiatriekoordinatorin Petra Sander und ergänzt: „Die Angehörigen berichten von einem Sohn, der Mutter, einem Onkel, von Menschen, um die sie sich Sorgen machen und weil sie weder ein noch aus wissen. Manchmal benötigen die Angehörigen selbst Hilfe, weil sie sehr belastet sind. Manchmal möchten sie, dass wir Kontakt zu dem Betroffenen aufnehmen. Dazu können die Angehörigen der Schlüssel sein.“ Bei Bedarf macht das Team auch Hausbesuche, zum Beispiel wenn eine Person etwa wegen einer Angsterkrankung es nicht mehr schafft, die Wohnung zu verlassen.

Von Montag bis Freitag ist das Team im Dienst – allerdings nicht rund um die Uhr. „Wir sind kein Notdienst“, sagt Sabrina Heinrich, „Aber jeden Tag ist zu den Öffnungszeiten eine Kollegin speziell für spontane und/oder dringliche Anfragen da. Denn wenn jemand den Entschluss gefasst hat, zu uns zu kommen, dann muss auch jemand vor Ort sein. Und auf einen Gesprächstermin wartet man bei uns in dringenden Fällen ein, zwei Tage.“ s-fulda.de (Suchbegriff Sozialpsychiatrischer Dienst) zu finden.

Kontakt und Info

Jeder, der im Landkreis Fulda lebt und eine akute Lebenskrise durchlebt, sich psychisch belastet fühlt oder unter Suchtproblemen leidet, kann sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Fulda wenden. Das gilt auch für Angehörige, Kollegen oder Freunde von Betroffenen.

Das Team arbeitet im Gesundheitsamt in der Otfrid-von-Weißenburg-Straße 3 in Fulda und vergibt kurzfristig Beratungstermine, unterstützt die Ratsuchenden und sucht mit ihnen nach geeigneten Lösungen. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch auch anonym.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr, Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr. Zu diesen Zeiten ist das Team telefonisch unter (0661) 6006-6063 oder -6059 erreichbar. Terminvergabe erfolgt nach Vereinbarung. Weitere Informationen sind im Internet unter www.landkreis-fulda.de (Suchbegriff Sozialpsychiatrischer Dienst) zu finden.

Seit 30 Jahren sind die Menschen aus  Ost und West wieder vereint. Im November 1989 fiel auch im Landkreis Fulda der Zaun: Das Ende der gewaltsamen und schmerzlichen Trennung von Freunden und Verwandten wurde damals euphorisch gefeiert,  wie die emotionalen Originalszenen zeigen. Und auch zum 30. Jubiläum wird gefeiert – bei einer gemeinsamen Kirmes vom 23. bis 25. August im US-Camp der Gedenkstätte Point Alpha, organisiert durch den Landkreis Fulda und den Wartburgkreis.

Der Kreis geht App: Der Landkreis Fulda macht seinen Bürgerinnen und Bürgern ein neues Angebot. Ab sofort ist es möglich, sich per Smartphone und Tablet schnell und einfach mit den Fachdiensten des Landratsamtes zu verknüpfen und wichtige Angelegenheiten unbürokratisch zu erledigen. „Schneller, direkter, effizienter – mit ein paar Fingertipps kann man Termine machen, wichtige Informationen abrufen oder Erinnerungsfunktionen aktivieren. Das ist zeitgemäßer und bürgerfreundlicher Service, den es in dieser Qualität noch nicht gibt“, sagt Landrat Bernd Woide.

„Mit der jetzt präsentierten Version der App beginnt ein neues Zeitalter der digitalen Behördengänge im Landkreis Fulda“, ergänzt Walter Lorz, Geschäftsführer des Fuldaer Unternehmens OBCC, das die App für den Landkreis als Leuchtturmprojekt entwickelt hat.

Tatsächlich ist mit der App jede Menge mobil möglich: Sie wollen Ihr Auto anmelden? Sie möchten einen Termin zur Sperrmüllabfuhr machen, einen Termin im Kreisjobcenter reservieren oder wollen gern daran erinnert werden, wann Ihre Mülltonne geleert wird? Das kann im Landkreis Fulda ab sofort auch per Handy und Tablet erledigt werden. Wie das funktioniert, sehen Sie im Video.

Ökomodell Region

TIPP: Susanne Conrad drehte in Fulda Sternenpark im ZDF

„Der Sendetermin ist leider verschoben worden“

Der Sternenpark Rhön ist erneut TV-Thema: Das ZDF drehte Anfang der Woche im Landratsamt Fulda einen Beitrag für das Mittagsmagazin. Die renommierte Redakteurin Susanne Conrad hat sich mit ihrem Team bei Sabine Frank, Sternenpark-Beauftragte beim Landkreis Fulda, über die Dimensionen des Themas Lichtverschmutzung schlaugemacht. Das TV-Team war auch nachts in der Rhön unterwegs und hat mit Erstem Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt gesprochen. Zuletzt war am 30. Juli in der ARD-Nachrichtensendung Tagesthemen über den Sternenpark berichtet worden.

Die Ökomodellregionen Landkreis Fulda und Rhön-Grabfeld suchen Rhöner Bauern, die Heumilch produzieren möchten. Vor allem in Süddeutschland haben Molkereien Heumilch als Premiumprodukt für sich entdeckt. In der Rhön gibt es diese bisher noch nicht. Der Landkreis Fulda berät dazu interessierte Landwirte.

Mittlerweile hat sich eine Gruppe von etwa einem Dutzend Landwirten aus den Landkreisen Fulda und Rhön-Grabfeld zusammengefunden, die sich intensiv mit dem Thema Bio-Heumilch beschäftigen – und mit etlichen Fragen: Welche Investitionen sind nötig? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Welche Vermarktungs- und Verarbeitungspartner finden sich? Dazu wollen die Landwirte gemeinsam mit den Projektmanagerinnen der beiden Ökomodellregionen, Corinna Ullrich und Simone Müller, Antworten finden.

Klar ist schon jetzt, dass die Rhöner Bio-Heumilch verspricht, ein besonderes Produkt zu werden. Dabei geht es unter anderem um den hohen Futter- und Gesundheitswert für die Milchkühe, um Leistungen für die Biodiversität – wenn nicht alle Wiesen vor der Blüte auf einmal für die Silobereitung geschnitten werden müssen – sowie um das gesunde Endprodukt Milch mit hochwertiger Fettsäurenzusammensetzung und einzigartigem Geschmack. Alle Bio-Milchviehhalter oder jene, die an einer Umstellung interessiert sind, und in einem der fünf Rhöner Landkreise wirtschaften, können sich mit den Projektmanagerinnen der Ökomodellregionen in Verbindung setzen.

Ansprechpartnerinnen sind Simone Müller Telefon (0661) 6006 -7049. E-Mail: simone.mueller@landkreis-fulda.de und Corinna Ullrich Telefon (09771) 94-691), E-Mail: corinna.ullrich@rhoen-grabfeld.de.Homepage Landkreis

Neue Förderrichtlinien im sozialen Wohnungsbau

Ab dem 1. Juli 2019 gelten neue Richtlinien für die soziale Wohnraumförderung in Hessen, die eine wesentliche Änderung gegenüber der bisherigen Förderung darstellen. Die beiden Programme „Erwerb von Gebrauchtimmobilien“ und „Neubau“ werden zusammengefasst und durch den Fördergegenstand „Gemeinschaftliches Wohnen“ ergänzt. Die Förderung wird der aktuellen Entwicklung der Immobilienpreise angepasst. Sie besteht nach Mitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen aus einem zinsverbilligten Darlehen, das auf 20 Jahre festgeschrieben ist. Die Zinsen betragen 0,8 Prozent, die Tilgung beläuft sich auf 3,0 Prozent. Sondertilgungen sind ohne Vorfälligkeit jeder Zeit in beliebiger Höhe möglich. Die Sicherung im Grundbuch erfolgt nachrangig. Die Darlehnshöhe ist bei einem Neubau abhängig vom Grundstückswert, einschließlich Erschließungskosten und Grunderwerbssteuer. Sie beträgt bei einem Wert von bis zu 200 Euro pro Quadratmeter maximal 90.000 Euro. Beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie beläuft sich das Darlehen auf maximal 125.000 Euro, bei einem Förderungsatz von 50 Prozent der Gesamtkosten. Mittel des KfW-Wohneigentumsprogramms können zusätzlich in Anspruch genommen werden. Zu beachten ist, dass im Neubaubereich Maßnahmen nur gefördert werden können, die vor Bewilligung noch nicht begonnen wurden. Beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie muss eine Bewilligung vor Abschluss des notariellen Vertrags erfolgen. Interessenten können sich für nähere Informationen an Bernd Möller, Telefon (0661)6006-7065, vom Fachdienst Bauen und Wohnen des Landkreises Fulda wenden.

Parktickets per SMS oder in der APP: Vier Parkplätze in der Rhön

Handy zücken und Parkschein ziehen

Neues zum Parken auf der Wasserkuppe, am Roten Moor und am Schwedenwall: Die Parktickets können jetzt auch ohne Bargeld gelöst werden. Mit paybyphone ist das mit dem Handy möglich – entweder per SMS oder in der paybyphone-App.

Handy zücken, SMS mit dem Inhalt „ZONENNUMMER.KFZ-KENNZEICHEN.PARKDAUER“ die Nummer 91303 schicken und schon ist das Parkticket gelöst. Möglich ist das auch über die paybyphone-App. Wer eine SMS sendet, dem wird der Ticketpreis über die Mobilfunkrechnung oder über das Prepaid-Guthaben abgerechnet. Über die App und mit einer Registrierung kann über PayPal, mit Kreditkarte oder per SEPA-Lastschrift bezahlt werden. Dazu kommt eine Servicegebühr in Höhe von 10 Prozent der Parkgebühr hinzu.

Komfortabel ist auch, dass der Nutzer kurz vor Ablauf der Parkzeit eine Erinnerungs-nachricht erhält. Möchte er länger parken, kann er das Ticket ganz einfach von unterwegs aus nachbuchen. Möglich ist das Bezahlen per SMS und App auf den Parkplätzen Abtsroda und Fuldaquelle auf der Wasserkuppe sowie auf dem Parkplatz Moordorf am Roten Moor und auf dem Parkplatz Schwedenwall. Auf allen vier Parkplätzen gibt es Tagestickets. Das Lösen eines Papier-Parktickets ist weiterhin möglich.

So funktioniert’s:

Mit einer SMS an die 91303 kann ein Parkticket per SMS gelöst werden. Der Inhalt der SMS beinhaltet die Parkzonennummer, das eigene Kennzeichen und die Parkdauer (für einen Tag zum Beispiel t1) – als Beispiel:  P5.FDXY123.t1.

Die Parkplätze haben folgende Zonennummern: Wasserkuppe – Abtsroda: P5, Wasserkuppe – Abtsroda (Wohnmobile): P5W, Wasserkuppe – Fuldaquelle: P2, Rotes Moor – Moordorf: P8, Gersfeld – Schwedenwall: P9.

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