Kreisanzeiger Fulda

 

Erneute Prüfung der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche – Ein Siegel für hohe Beratungsqualität

Verbriefte Qualität: Zum zweiten Mal hat die Fuldaer Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche das Siegel der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) erhalten. „Für unser multiprofessionelles Team ist das Anerkennung und Ansporn zugleich“, sagt Edith Jordan, Fachdienstleiterin Jugend, Familie, Sport, Ehrenamt beim Landkreis Fulda.

Sieben Frauen und ein Mann arbeiten in den Disziplinen Psychologie, Pädagogik und Sozialpädagogik an einem Ziel: Sie wollen Familien aus Stadt und Kreis Fulda in Problemlagen unterstützen und diese befähigen, sich selbst zu helfen. „Dabei ist es einerlei, was oder wer Auslöser ist, um sich an uns zu wenden. Denn wir stellen die Familie als Ganzes in den Mittelpunkt und suchen gemeinsam nach Lösungen“, sagt Edith Jordan. Das geschieht kostenfrei und streng vertraulich in Beratungsgesprächen oder in speziellen Kursen und Gruppenangeboten. Außerdem liegt ein großes Augenmerk auf der Prävention und der Fachberatung von Institutionen wie Kindergärten und Schulen. Dazu gehören die Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte und das Angebot thematischer Elternabende.

Der Prüfung, dass all das mit großer Kompetenz geschieht und von hoher Qualität ist, hatte sich die Beratungsstelle bereits 2014 unterzogen. Der umfangreiche Prüfkatalog der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung war auch jetzt wieder die Basis für die Verlängerung des Qualitätssiegels bis zum Jahre 2022. Kriterien dafür sind nicht nur die Angebote selbst. Gefordert wird zum Beispiel auch, dass der Zugang für Ratsuchende niedrigschwellig ist – also unbürokratisch, ohne Hemmnisse, kostenfrei und recht zügig. Außerdem gibt es Vorgaben für die personelle Ausstattung, für die Kooperation und eine gute Vernetzung mit anderen Gremien und die Evaluation der eigenen Arbeit. „Es ist gut, sich zwischendurch immer wieder einmal selbst abzuprüfen und eine Standortbestimmung vorzunehmen“, sagt Jordan und ergänzt: „Das ist wichtig, um die hohe Qualität unserer Arbeit konstant zu gewährleisten.“ / lr

Info und Kontakt: Weitere Informationen zur Arbeit der Beratungsstelle gibt es auf der Webseite unter www.erziehungsberatung-fulda.de. Dort finden sich ebenfalls Inhalte und Termine für Kurse wie „Kinder im Blick“ und „Starke Mädchen“ sowie Ratgebertexte zu einem breiten Themenspektrum von Trotzalter und Schlafstörung über Liebeskummer und Taschengeld bis hin zu Trennungssituationen, Ängsten und der Belastung durch psychisch kranke Eltern. Kontakt: Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Marienstraße 5, Fulda, Telefon (0661) 9 01 57 80, E-Mail erziehungsberatung@landkreis-fulda.de

Die Ökomodellregionen Landkreis Fulda und Rhön-Grabfeld suchen Rhöner Bauern, die Heumilch produzieren möchten. Vor allem in Süddeutschland haben Molkereien Heumilch als Premiumprodukt für sich entdeckt. In der Rhön gibt es diese bisher noch nicht. Der Landkreis Fulda berät dazu interessierte Landwirte.

Mittlerweile hat sich eine Gruppe von etwa einem Dutzend Landwirten aus den Landkreisen Fulda und Rhön-Grabfeld zusammengefunden, die sich intensiv mit dem Thema Bio-Heumilch beschäftigen – und mit etlichen Fragen: Welche Investitionen sind nötig? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Welche Vermarktungs- und Verarbeitungspartner finden sich? Dazu wollen die Landwirte gemeinsam mit den Projektmanagerinnen der beiden Ökomodellregionen, Corinna Ullrich und Simone Müller, Antworten finden.

Klar ist schon jetzt, dass die Rhöner Bio-Heumilch verspricht, ein besonderes Produkt zu werden. Dabei geht es unter anderem um den hohen Futter- und Gesundheitswert für die Milchkühe, um Leistungen für die Biodiversität – wenn nicht alle Wiesen vor der Blüte auf einmal für die Silobereitung geschnitten werden müssen – sowie um das gesunde Endprodukt Milch mit hochwertiger Fettsäurenzusammensetzung und einzigartigem Geschmack. Alle Bio-Milchviehhalter oder jene, die an einer Umstellung interessiert sind, und in einem der fünf Rhöner Landkreise wirtschaften, können sich mit den Projektmanagerinnen der Ökomodellregionen in Verbindung setzen.

Ansprechpartnerinnen sind Simone Müller Telefon (0661) 6006 -7049. E-Mail: simone.mueller@landkreis-fulda.de und Corinna Ullrich Telefon (09771) 94-691), E-Mail: corinna.ullrich@rhoen-grabfeld.de.Homepage Landkreis

Hessens Jugend sammelt

Und das schon seit 70 Jahren. Denn sinnvolle Jugendarbeit braucht Unterstützung. Dafür werden junge Engagierte aktiv bei der Jugendsammelwoche. Das nächste Mal vom 5. bis 15. April 2019.

Der neue Anstrich im Gruppenraum, sozial verträgliche Beiträge für die Sommerfreizeit oder Materialien für die Gruppenstunde – Jugendarbeit ist wertvoll, aber nicht ganz kostenlos. Zwar werden die Angebote vor allem von ehrenamtlichem Engagement getragen. Dennoch geht es nicht ohne eine vernünftige finanzielle Ausstattung. Hessens Jugend wird deshalb dieses Jahr zum 70. Mal aktiv bei der Jugendsammelwoche. Vom 5. bis zum 15. April gehen junge Menschen von Haus zu Haus und bitten um Unterstützung für ihre Anliegen.

Die Jugendsammelwoche ist seit 70 Jahren ein Gemeinschaftsprojekt der sammelnden Gruppen mit den Jugendämtern und dem Hessischen Jugendring. „Die Aktion ist eine wichtige Säule der Finanzierung der Arbeit.“ erklärt Mario Machalett, Vorsitzender des Hessischen Jugendrings. „Ohne diese Unterstützung wären viele Aktionen wie Zeltlager, Gruppenstunden oder außerschulische Bildungsangebote gar nicht möglich.“. Der SV Darmstadt 98 ist Kooperationspartner der Jugendsammelwoche und unterstützt die Aktion im Rahmen der Sozialaktion des Sportvereins „Im Zeichen der Lilie“ u.a. mit einem tollen Sportevent für engagierte Jugendliche und einer Kick-Off Aktion zum Start der Jugendsammelwoche.

Zum Erfolg des Projekts will auch im Jubiläumsjahr Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier beitragen, der die Schirmherrschaft für die Jugendsammelwoche übernommen hat. „Was Gemeinschaft bedeutet, kann man nirgendwo so gut wie in Vereinen, Verbänden und Initiativen erfahren. Deshalb ist es wichtig, dem Ehrenamt eine Zukunft zu geben – eine Zukunft, die von den Jugendlichen mitgestaltet wird, die heute schon ehrenamtlich tätig sind.“ erklärte Bouffier in seinem Grußwort zur Jugendsammelwoche. Er habe daher die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen und freue sich, wenn neben das freiwillige Engagement der Jugendlichen auch ein freiwilliger finanzieller Beitrag treten würde.

Rund 75.000 Menschen engagieren sich in Hessen in Jugendverbänden mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten. Eine verlässliche Finanzierung ist der Grundstein zur Erreichung dieses Ziels. Gerade in Zeiten knapper, öffentlicher Kassen sind auch Projekte der Kinder- und Jugendarbeit immer wieder vom Rotstift bedroht. Bei der Jugendsammelwoche sorgen die jungen Aktiven daher auch für die Zukunft ihrer Angebote. „Wenn also vom 16. bis zum 26. März die Jugendfeuerwehr oder die Pfadfinder oder eine Gruppe eines anderen Jugendverbands bei Ihnen klingelt, können Sie für Nachhaltigkeit vor Ort sorgen.“ lädt Mario Machalett alle Bürgerinnen und Bürger zur Unterstützung ein.